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Die Ausschreibung

Eine Ausschreibung bezeichnet im Allgemeinen einen Wettbewerb um die Vergabe eines Auftrags. Dabei fordern Auftraggeber potenzielle Auftragnehmer auf, innerhalb eines befristeten Zeitraums ein Angebot für eine bestimmte Leistung abzugeben. Häufig erhält derjenige den Auftrag, der den geringsten Preis bietet. Ausschreibungen können sowohl öffentlich als auch im privaten Bereich angeboten werden, wobei öffentliche Ausschreibungen an bestimmte Ausschreibungsregeln gebunden sind. Im privaten Bereich werden Ausschreibungen mitunter als Auktionen auf Internetportalen angeboten.

Ablauf bei einer Auschreibung

Ausschreibungen werden für ganz unterschiedliche Berufsfelder angeboten. So werden beispielsweise Ausschreibungen für Handwerker, Architekten, Makler oder Ingenieure erstellt. An einer privaten Ausschreibung kann im Prinzip jeder teilnehmen, der die geforderten Leistungen anbieten kann. Hat sich der Auftraggeber für einen Anbieter der Ausschreibung entschieden, so kommt ein Vertragsschluss zustande. Der Auftrag gilt als erfüllt, sobald der Auftragnehmer die geforderte Leistung erbracht hat und diese vom Auftraggeber anerkannt wird.

Varianten einer Ausschreibung

Im Bereich der privaten Ausschreibung haben sich vier verschiedene Varianten entwickelt, die jeweils mit einer englischen Bezeichnung umschrieben werden. Die „Request for Information“ bezeichnet eine Anfrage nach Leistung. Diese Ausschreibung richtet sich in erster Linie an Lieferanten, die Listenpreise ihres Sortiments abgeben können. Bei der „Request for Quotation“ geht es um eine Preisanfrage, das heißt ein Anbieter kann eine Leistungsbeschreibung und den entsprechenden Preis dafür abgeben. Die „Request for Proposal“ beschreibt die Ausschreibung im eigentlichen Sinn, das heißt eine Angebotsabgabe in einer zeitlichen Frist. Bei einer „Request for Feature“ werden die Anbieter aufgefordert, ihr Angebot zu erweitern.

Auftragsauktionen

Private Ausschreibungen werden häufig als Auftragsauktionen erstellt. Dabei werden Aufträge meist über eine Internetplattform vergeben. Im Vergleich zu gewöhnlichen Auktionen geht die Initiative nicht vom Verkäufer oder Anbieter aus, sondern vom Käufer. Auch bei den Geboten weichen Ausschreibungen von einer üblichen Auktion ab. Bei Auftragsauktionen gibt der Käufer das höchste Gebot vor. Die Anbieter werden hierbei aufgefordert, das genannte Gebot zu unterbieten, um die Ausschreibung zu gewinnen.

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